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Der perfekte Wein zum perfekten Essen

Die Einladungen sind raus, das Menü ist festgelegt! Am entsprechenden Abend ist der Tisch gedeckt, das Essen duftet und die Gäste sind da. Alles ist einfach perfekt – oder? Denn es stellt sich eine Frage: Welcher Wein wird zu welchem Essen serviert. Und es stellt sich noch eine Frage, was soll vor und nach dem Essen serviert werden? Cocktails, alkoholfreies oder doch lieber Schaumwein oder Bier? Eine Vielzahl Tipps und Hilfestellungen finden sich auf drinkoo.de, einem Portal, dass sich auf die Welt der Getränke spezialisiert hat.

10 Regeln die helfen, den passenden Wein zu servieren

Oftmals sind online sehr detaillierte Empfehlungen darüber zu finden, welcher Wein am besten zu welchem Gericht kredenzt wird. Beispielsweise: Der 2009er Pinot Blanc passt sehr gut zu Entenpastete an süßen Gewürzorangen. Oder aber direkt auf den Weinflaschen kann nachgelesen werden, ob der Wein zu welchen Gerichten passt, wobei sich dabei nur auf Fleisch- oder Fischgerichte bzw. Desserts festgelegt wird. Eine Hilfe ist das alles nicht, vor allem, wenn der Gastgeber selbst, keine Entenpastete servieren möchte und auch nicht über eine jahrelange Sommelier-Ausbildung verfügt.

Doch was nun? Man steht im Laden oder der Wein soll online bestellt werden und damit besteht nicht die Möglichkeit diesen vorab zu probieren oder sich über die richtige Wahl vorab zu informieren. Damit macht sich Unsicherheit breit. Dabei gilt eines: Es kann nichts falsch gemacht werden, wenn ein paar grundlegende Regeln beachtet werden.

1. Regel: Wein & Fleisch

Es ist in diesem Fall fast alles erlaubt. Der Rotwein passt eher zu rotem Fleisch und Braten, der Weißwein zu hellem Fleisch wie Geflügel. Umso würziger das Fleisch ist, desto kräftiger und würziger sollte der Wein sein.

2. Regel: Wein & Fisch

Zu Fisch eignet sich ein Weißburgunder oder ein leichter Riesling, der ein Zitrus-Aroma aufweist.

3. Regel: Wein & Käse

Mit einem leichten Käse sollte ein leichter Wein serviert werden. Der kräftige Käse hingegen kommt am besten mit einem kräftigen Wein zur Geltung. Zu den leichten Weinen gehört bspw. ein fruchtiger Kabinett oder eine feinherbe Spätlese. Die Beerenauslesen und Eisweine hingegen sind eher kräftig. Bei den Rotweinen gilt dasselbe. Daher sollte zu einem deftigen Käse bspw. ein kräftiger, fülliger Shiraz serviert werden.

Zu beachten ist jedoch, dass der Rotwein zum Käse säurearm sein muss. Des Weiteren gilt, dass ein zu trockener Weißwein den Käsegeschmack überlagert und ein süßer Wein die herzhaft-salzige Note verstärkt. Das heißt, süß und Käse geht immer.

4. Regel: Wein & Grillen

Geht es darum, beim Grillfest einen Wein zu servieren, dann benötigt dieser Struktur. Denn nur so kann der Wein den kräftigen Röstaromen vom oftmals stark marinieren Fleisch stand halten. Empfehlenswert ist hier ein kräftiger, trockener Chardonnay aus dem Barrique oder ein Shiraz, der leicht gekühlt serviert wird. Wird mildes Grillgemüse serviert, dann ist ein fruchtiger Sommerwein, wie bspw. ein Rosé empfehlenswert.

5. Regel: Wein & Wok

Hier gilt eine Faustregel: Nur ein fruchtiger Riesling kann die Schärfe von Chili und Ingwer mildern. Ein leichter Weißwein mit exotischen Nuancen wie Maracuja, Melone oder Mango, wie bspw. ein trockener Sauvignon Blanc passt eher zu den weniger scharfen asiatischen Gerichten.

6. Regel: Wein zum Kochen

Was ist passender als ein Wein zum Wein? Die Qualität, die später zum Essen serviert wird, sollte auch für die Zubereitung der Speisen genutzt werden. Das ist die Ansicht vieler Sterneköche. Doch ist es tatsächlich sinnvoll, einen teuren Bordeaux im Topf verdampfen zu lassen? Das muss ein jeder für sich selbst entscheiden.

7. Regel: Sauer multipliziert mit sauer ergibt Sauerhochzwei

Es gibt drei einfache Grundsätze bei Säure und Süße:

• die Säure von Gericht und Wein multipliziert sich,
• die Süße zwischen Essen und Wein hebt sich angenehm auf und
• werden Säure und Süße kombiniert, dann harmoniert das sehr gut miteinander.

Aus diesem Grund benötigt ein Salat mit einem säuerlichen Dressing einen Wein mit weniger Säure, wie bspw. einen fruchtigen Silvaner. Die süße Nachspeise wird hingegen mit einer süßen Beerenauslese oder einem Eiswein serviert, wobei das Dessert grundsätzlich süßer sein sollte als der Wein.

8. Regel: Wein & Schokolade

ACHTUNG, denn es ist schwer dunkle Schokolade mit einem süßen Wein zu kombinieren. In diesem Fall ist ein Portwein besser. Dieser hat mehr Alkohol und kommt so besser mit der „kräftigen“ Schokolade zurecht. Wird Schokolade mit Portwein serviert, dann wird nichts verkehrt gemacht. Aber auch ein kräftiger Rotwein mit wenig Säure kommt sehr gut mit einer Zartbitterschokolade zurecht. Aufgrund des hohen Kakaoanteils ist es allerdings besser, wenn nicht zu einem zu trockenen, rauen Wein gegriffen wird. Der Grund dafür ist, dass sich das Bittere verstärkt. Die süße und zart schmelzende Vollmilchschokolade dagegen harmoniert sehr gut mit Restsüßen Weißweinen.

9. Regel: Tanninreiche Weine

Dabei handelt es sich um bspw. Cabernet Sauvignon oder solche, die im Barrique – rot oder weiß – lagerten. Es ist am besten, wenn nicht mit sehr Saurem, Bitterem oder Scharfen kombiniert wird, da die Tannine dann im Geschmack noch bitterer und adstringierender schmecken können. Sehr gut passen die schweren, tanninreichen Rotweine zu kräftigen, fettreichen Gerichten, da die Tannine in dem Fall weicher erscheinen.

10. Regel: Es ist keine Regel

Ein jeder der selbst seine eigenen Vorlieben entwickelt hat, der kann all die Regeln vergessen. Denn das Wichtigste ist der individuelle Genuss. Es existiert kein Patentrezept und hier geht der Trend zum Experimentieren. Doch wer Gäste zu bewirten hat, der sollte sich nicht nur auf seinen eigenen Gaumen verlassen.

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