Gesundes Katzenfutter – die Basis für ein langes Katzenleben

Gesundes Katzenfutter – die Basis für ein langes Katzenleben

Katzen haben keinen „Besitzer“ – „Katzen haben Sklaven“. Das ist oftmals die Aussage, wenn es darum geht, wie Katze sich benimmt. Sie bestimmt, wann sie schmusen möchte und sie zeigt ebenfalls sehr offensichtlich, wenn ihr etwas gegen den Strich geht, bspw. mit der Verweigerung des Futters. Viele Katzenbesitzer verwöhnen daher ihre Samtpfoten, da sie nur das beste für ihren Liebling wollen und kochen für diesen. Das beginnt beim Katzen Leckerli selber machen, bis hin zum Kochen von ganzen Mahlzeiten. Doch wenn das Futter für den Stubentiger selbst zubereitet wird, gilt es einiges zu beachten, damit alle körperlichen Bedürfnisse abgedeckt sind.

Fisch steht hoch im Kurs

Katzen sind wasserscheu und machen sich nur ungern ihre Pfötchen nass, um einen leckeren Fisch aus Nachbars Teich oder dem Fluss zu fischen - aber dennoch, diese Mahlzeit steht bei ihnen hoch im Kurs. Zumeist reicht es schon, eine Thunfisch- oder Sardinenbüchse zu öffnen, um die Katze im Handumdrehen in die Küche zu locken. Selbst der Geruch von gebratenem Fisch, riecht einfach zu verlockend, um diesen zu verschmähen. Es spricht im eigentlichen Sinne nichts dagegen, einem gesunden Tier gleich eine zweite Portion in den Napf zu geben, wobei Fisch auf die Dauer nicht den Bedarf an Mineralien und Spurenelementen deckt – selbst wenn ein gewisser Fischanteil in der Ernährung bekömmlich und gesund ist. Ernährungsberater für Tiere erklären, dass Fisch im Vergleich zu Fleisch einen geringen Anteil an Bindegewebe aufweist. Daher gilt er als leicht verdaulich und eignet sich aus diesem Grund auch für Katzen, trotz deren empfindlichen Verdauungssystems. In den fetten Fischsorten sind Omega-3-Fettsäuren enthalten, die das Herz schützen, dem Blut und den Augen guttun, entzündungshemmend wirken und sogar bei Gelenkentzündungen und rheumatischen Erkrankungen helfen. Von einigen Wissenschaftlern wird sogar vermutet, dass die Fischfettsäuren der Entstehung von Tumoren vorbeugen können. Oft wird in den Barf-Rezepten zu einem kleinen Anteil an Fisch in der Tagesration geraten, um so den Bedarf an Vitamin-D zu decken. Darüber hinaus ist Fisch eine bekannte Jodquelle, wobei der Jodanteil je nach Fischsorte stark schwankt. Somit wird der Jodbedarf selbst mit ein oder zwei Fischmahlzeiten pro Woche oft nicht abgedeckt. Wer das Katzenfutter selbst zubereitet, der muss daher normalerweise zusätzlich Jod beimischen.

Katzenfutter selbst zubereiten – wie verhält es sich mit Fleisch?

Bei Fleisch handelt es sich um die wichtigste Zutat und mengenmäßig sollte es den größten Teil der Ernährung ausmachen. Ähnlich wie bei hochwertigen Katzenfutter, dass es zu kaufen gibt, sollte auch bei der eigenen Herstellung darauf geachtet werden, dass Muskelfleisch und Innereien wie Leber und Herz verwendet werden. Jedoch sollte Leber nur in kleinen Mengen roh gefüttert werden, da diese eine abführende Wirkung aufweist. Sollten Innereien wie Nieren verwendet werden, so sollten diese niemals roh verfüttert werden, da es sich bei diesem Organ handelt, dass eine filternde Wirkung für Schadstoffe hat. Ganz besonders gut geeignet sind sämtliche Geflügelsorten, aber auch Lamm, Rind oder Kaninchen. Allerdings wird hier die Katze über ihre eigenen Vorlieben entscheiden. Zudem sollte vor der Zubereitung das Fett abgeschnitten werden. Besonders wichtig ist es, dass das Fleisch frisch und unbehandelt ist. Es sollte keinesfalls im Vorfeld geräuchert, mariniert oder anderweitig behandelt werden. Das beste ist es, das Fleisch bspw. beim örtlichen Metzger einzukaufen.

Gemüse, Getreide und Pflanzen

Um für ein abwechslungsreiches Futter zu sorgen, sollten Zutaten wie Reis, Kartoffeln oder Karotten in gekochter Form dem Futter beigemengt werden. Denn besonders Gemüse kann den Mageninhalt eines Beutetiers simulieren. Allerdings sollte diese nur als Zusatz dienen und nicht den Grundinhalt des Katzenfutters darstellen – also Fleisch oder Fisch ersetzen. Daher nur einen sehr kleinen Anteil beimischen.

Eier und Milchprodukte

Was Eier angeht, so sind hier kleine Mengen völlig ausreichend, auch wenn es sich hier um eine wichtige Eiweißquelle handelt. Zudem dienen Eier als Bindemittel für Rezepte für die Eigenherstellung von Katzenfutter. Milch ist nicht ideal für Katzen, aber dennoch sind verarbeitete Milchprodukte wie Käse oder Quark in geringen Mengen etwas beliebter bei manchen Katzen. Jedoch sind Milchprodukte nicht notwendig, und aufgrund des hohen Kaloriengehalts auch nur bedingt zu empfehlen.

Kräuter und Öle

Sicherlich wird es der Katze gefallen, wenn etwas Petersilie oder Lauch in ihrem Futter sind, und dies schadet ihr auch nicht. Doch eine Notwendigkeit gibt es dafür nicht. Gewürze sind ein absolutes No-Go und selbst Salz und Pfeffer haben im selbstgemachten Katzenfutter nichts zu suchen. Was Öle angeht, so sind diese für manche Rezepte für selbstgemachtes Katzenfutter notwendig. Wenn nichts weiter vorgegeben ist, sollten hochwertige Öle genutzt werden, wie bspw. Fischöl, Rapsöl, Olivenöl oder Kokosnussöl.

Die Katze ist es, die letztendlich entscheidet

Am Ende ist es der Stubentiger, der darüber entscheidet, ob das selbstgemachte Futter oder die selbsthergestellten Leckerli ihren hohen Ansprüchen gerecht wird oder ob doch wieder auf das fertige Katzenfutter zurückgegriffen wird. Wichtig ist bei der Eigenherstellung, dass bekannte Unverträglichkeiten oder Allergien entsprechend berücksichtigt werden.

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