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Grotto in Locarno – ein (kulinarischer) Geheimtipp

Ein mildes Klima, der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz und eine Landschaft die durch einzigartige Berge, Hügel und Seen geprägt ist: All das steht für den Schweizer Kanton Tessin. Doch der Kanton hat noch weitaus mehr zu bieten: viel Tradition, architektonischen und kulturellen Reichtum, malerische Dörfer und wichtige urbane Zentren. Aufgrund seines milden Klimas ist das Tessin ein ausgesprochen attraktives Feriengebiet. In Orten wie Bellinzona, Ascona, Lugano und Locarno, die zu den wichtigsten touristischen Zentren zählen, finden reisende kulinarische Köstlichkeiten in den ansässigen Restaurants, die sicherlich ihres Gleichen suchen.

Grotto in Locarno – die typischen lokalen Rustici

Es gibt nicht nur das eine Grotto in Locarno, sondern gleich mehrere „Grotti“ bei denen es sich um lokale Rustici handelt, die in der Regel in abgelegenen, schattigen Orten zu finden sind. In einem Grotto herrscht eine konstante, kühle Temperatur und das über das gesamte Jahr. Sie waren für die Großeltern der heutigen Tessiner der Kühlschrank. Heute sind es öffentlich zugängliche Lokale, die mit Tischen und Bänken aus Granit ausgestattet sind, die unter Jahrhunderte alten Laubbäumen stehen. Dort wird gegessen und getrunken, wobei nur einheimische Produkte und Gerichte serviert werden, wie bspw.: Minestrone, Kutteln, Risotto, Polenta mit Schmorbraten, Frischkäse, Käse, Wurstwaren usw.

In einem solch traditionellen Grotto wird Merlot sowie die typische Gazzosa (Limonade) aus dem Boccalino genippt. Im Tessin erwartet die Besucher eine große Auswahl an Grotti, in denen die Tessiner Authentizität und Tradition gewahrt wird.

Die Geschichte der Grotti – Sie gibt es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts

Das Grotto ist ein einfaches Lokal und das Tessiner Lokal schlechthin, das oft unter freien Himmel steht. Hier hat der Reisende am ehesten die Gewähr, typische hausgemachte Gerichte zu kosten. In den Grotti wird auch die Zwischenverpflegung, der spuntino gepflegt: entweder mit dem typischen Tessiner Frischkäslein, die formaggine mit einem Glas roten Nostrano-Wein oder mit dem klassischen piatto ticinese, einem Teller mit Salami, rohem Schinken, Bündner Fleisch usw.

Die Umwandlung der ehemaligen Felskeller in Freiluftlokale erfolgte ab Ende des 19. Jahrhunderts. Leider mussten viele Charakteristika des traditionellen Grotto‘s den Kundenwünschen weichen und so gibt es vielerorts heute auch Pizza, Bratwürste und sogar Pommes zu essen.

Die Vielfalt des Tessin entdecken – für jeden Geschmack das richtige

Während einer kulinarischen Reise durch das Tessin gibt es viel zu entdecken. Neben den schneebedeckten Gipfeln, den wildromantischen Tälern und den glitzernden Seen gibt es sanfte Hügel voller Reben, aus denen der Tessiner Wein hergestellt wird und eine vielseitige Auswahl an Restaurants.

Viele der Deutschschweizer reisen gern ins Tessin und das eben nicht nur wegen des warmen Klimas, sondern aufgrund der köstlichen Spezialitäten, die aus dem Sonnenkanton stammen.

Maisbrei in einem Restaurant in Locarno klingt sicherlich nicht gerade nach einer kulinarischen Entdeckung, doch die Tessiner Polenta ist ein echter Gaumenschmaus. Sei es als Hauptspeise, mit etwas geriebenen Käse oder als Beilage zum Tessiner Kaninchenragout.

In einem Grotto in Ascona kommen ebenfalls wie in einem Grotto in Locarno das auf den Tisch, was die Äcker hergeben: Roggen, Hirse, Hafer und Gemüse sowie Käse – eben deftige Nahrung, die nicht zur Entwicklung der Sterne-Gastronomie anregte. Sondern die entscheidenden Impulse für die feine Gastronomie im Tessin stammt aus der Lombardei im Süden. Allerdings waren die Tessiner Köche eher darauf bedacht, ihr eigenes ländliches kulinarisches Erbe weiterzupflegen, im Gegensatz zu den italienischen Kollegen – damit haben sie die Tessiner Küche begründet.

Im Restaurant in Lugano italienische Speisen genießen

Während in den Grotti in Locarno oder Ascona die „traditionelle“ Küche bewahrt wird, kommt in den Restaurants Pasta ebenso wie in Italien in sämtlichen Formen auf den Tisch. Dabei gilt es zu beachten, sich eines der Restaurants oder Grotti auszuwählen, wo die Teigwaren mit produzione propria, produzione casalinga oder fatto in casa beworben werden, denn dann stammen diese aus der hauseigenen frischen Produktion.

Im Tessin endet jede Mahlzeit mit einem Kaffee. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Cappuccino, sondern um einen kleinen, starken caffè, der außerhalb des italienischen Sprachraums „Espresso“ heißt. Doch im Tessin kommt der Reisende damit nicht weit, denn der schwarze Espresso heißt caffè liscio und mit ein wenig Milch caffè Macchiato. Nach einem guten Essen ist ein caffè corretto empfehlenswert, der mit Grappa serviert wird.

Und Dessert? Natürlich hat das Tessin in seinen Grotti und Restaurants eine Spezialität in Hinsicht auf das Dessert zu bieten: neben der rustikalen torta di pane, den Panettone. Zwar wurde dieser in Mailand erfunden, doch in den letzten Jahren haben die Tessiner Bäcker sich derart engagiert, dass sie zu wahren Panettonevirtuosen wurden.

Mittlerweile wird der „Weihnachtskuchen“ das gesamte Jahr über produziert. Entweder kann dieser beim Bäcker probiert werden oder eben in einem der Restaurants oder Cafés.

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